Pressemitteilung vom 7. Dezember 2006 Das Netzwerk stellt die Zwischenergebnisse des Projektes „Älter werden in Deutschland – Interkulturelle Angebote für ältere Aussiedlerinnen und Aussiedler“ vor.Am 07. Dezember 2006 wurden in den Räumen der Geschäftsstelle des AWO Bundesverbandes in Berlin die Zwischenergebnisse des Projektes „Älter werden in Deutschland – Interkulturelle Angebote für ältere Aussiedlerinnen und Aussiedler“ vorgestellt. U.a. nahm Herr Dr. Christoph Bergner, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, an dieser Präsentation teil. Herr Dr. Christoph Bergner erwähnte in seiner Rede, dass es wichtig sei, mehr Kommunikationsbrücken zwischen Migrantenselbstorganisationen und deutschen Einrichtungen zu schaffen. Die Aussiedler/innen sollen mehr Möglichkeit bekommen, sich selbst aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Die aktuelle Gesetzeslage erschwere den Zuzug von Aussiedlern und ihren Familienangehörigen nach Deutschland. Dadurch würden viele Familien auseinander gerissen werden. Die älteren Migranten/innen brauchen daher auch Informationen über und Zugang zu den Angeboten der Altenhilfe. Ziel des Projektes ist es, ältere Aussiedler/innen sensibel über die Angebote der Altenhilfe an ihrem Wohnort zu informieren. Hierzu werden in einer deutsch - russischsprachigen Informations- und Veranstaltungsreihe visuelle Medien (Videofilme, Fotokarten, Overheadfolien) eingesetzt. Dabei soll eine aktive Gestaltung des eigenen Lebens angeregt und die Bereitschaft geweckt werden, bei Bedarf professionelle Hilfe und Unterstützung anzunehmen. Zudem wird eine Vernetzung von Altenhilfe und Migrationsarbeit vor Ort initiiert und die gemeinsame Entwicklung von Angeboten für diese Zielgruppe angeregt. Die Informationsreihe wird in Eigenregie vor Ort von einem Team aus Mitarbeiterinnen/n der Altenhilfe und der Migrationsarbeit durchgeführt, so dass die Kompetenzen aus beiden Bereichen einfließen können. Ehrenamtliche aus Aussiedlerorganisationen sollen in die Vorbereitung und Durchführung miteinbezogen werden. Mit dem Ziel der Nachhaltigkeit ist geplant, in Zukunft weitere Kontakte mit Aussiedlerverbänden und Migrantenorganisationen aufzunehmen und Schnittstellen zum Thema Seniorenarbeit zu finden, Potentiale der „jüngeren“ älteren Aussiedler zu erkennen und für die ehrenamtliche Arbeit zu nutzen und neue Konzepte für die Schulung zu entwickeln, sowie die Ehrenamtlichen zu Multiplikator/innen auszubilden. Die Auswertung der Ergebnisse der Probestandorte gemeinsam mit den Trägern soll zu Erkenntnissen über die Handhabbarkeit und Nützlichkeit der Medien und Materialien in Hinblick auf das gesetzte Ziel führen. Das Projekt „Älter werden in Deutschland – Interkulturelle Angebote für ältere Aussiedlerinnen und Aussiedler“ wird durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert. Weitere Informationen: Tel: 0541 / 1818047 www.aelter-werden-in.de
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